Eine IDEE für mehr MITEINANDER in LANDSHUT

Ein Spielplatz kann weit mehr sein als ein Ort mit Schaukel, Rutsche und Sandkasten.

Er kann Treffpunkt, Bewegungsraum und Begegnungsort zugleich sein. Mit dieser Grundidee beschäftigte sich Manuela Nemela im Rahmen der FidiP-Bootcamp Challenge und stellte ihre Projektarbeit „Inklusionsspielplatz Landshut“ dieses Jahres vor.

Im Mittelpunkt stand die Vision eines Ortes, an dem Kinder mit und ohne Einschränkungen gemeinsam spielen können und an dem zugleich Familien, Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen zusammenkommen. Aus dem ursprünglichen Gedanken eines Inklusionsspielplatzes entwickelte sich so die Idee eines generationenübergreifenden Begegnungsortes, der Teilhabe im Alltag sichtbar und selbstverständlich machen soll.

Die Idee beschäftigte Manuela Nemela bereits vor einigen Jahren im Rahmen ihres Ortsverbandes. Durch ihre Teilnahme am ersten FidiP-Bootcamp im September 2025 in Herrsching am Ammersee und die dort vorgestellte Challenge rückte dieser Gedanke erneut in den Fokus. Die Challenge bot den passenden Rahmen, um die Idee wieder aufzugreifen, erste Informationen zu sammeln und sie in Form einer Projektarbeit und Präsentation weiterzudenken.

„Mir war wichtig zu zeigen, dass Inklusion nicht nur einzelne Gruppen betrifft, sondern unsere gesamte Gesellschaft. Begegnungsorte sollten Menschen aller Generationen und mit unterschiedlichen Bedürfnissen selbstverständlich zusammenbringen“, so Manuela Nemela.

Die Projektarbeit wurde im Rahmen der FidiP-Bootcamp Challenge vorgestellt, die von der Elisabeth-Schwarzhaupt-Stiftung und dem Verein Frauen in die Politik e.V. (FidiP) getragen wurde. Insgesamt nahmen fünf Frauen an der Challenge teil.

Einen besonderen persönlichen Bezug zur Namensgeberin der Stiftung brachte Dr. Dorothea Schwarzhaupt-Scholz ein. Sie ist Großnichte von Elisabeth Schwarzhaupt und gehört zur Geschäftsführung der Stiftung. Elisabeth Schwarzhaupt war die erste Bundesministerin der Bundesrepublik Deutschland und steht bis heute für Gleichberechtigung, gesellschaftliche Teilhabe und politische Verantwortung.

Für Manuela Nemela war die Teilnahme an der Challenge eine Gelegenheit, eine bereits länger vorhandene Idee neu zu betrachten und in einen größeren gesellschaftlichen Zusammenhang zu stellen. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie öffentliche Räume so gestaltet werden können, dass sie Menschen verbinden, Barrieren abbauen und Begegnung ermöglichen.

Denn echte Teilhabe beginnt oft dort, wo Menschen sich ganz selbstverständlich begegnen — mitten im Alltag, mitten in der Stadt und unabhängig davon, welche Voraussetzungen sie mitbringen.

Bildtext v.l.: Manuela Nemela und Dr. Dorothea Schwarzhaupt-Scholz
Foto: FidiP

weitere Beiträge